Statement von Thomas Funk zum Wahlausgang

Veröffentlicht in Landespolitik

Liebe Genossinnen und Genossen,

nach dieser Wahl die passenden Worte zu finden, ist gar nicht so einfach. Und manchmal dauert es ein paar Tage, bis sich die „Schockstarre“ gelöst hat.

Kandidat, Büroleiter und Wahlkampfkoordinator – wir alle sind immer noch paralysiert und fassungslos ob des Wahlergebnisses vom letzten Sonntag. Und ich nehme mal an, den allermeisten von Euch geht es genauso.

Mein Dank gilt allen, die mich im Wahlkampf aktiv unterstützt haben und für ein gutes Ergebnis in unserem Wahlkreis gekämpft haben. Es war eine spannende und anstrengende Zeit. 10259 Wählerinnen und Wähler haben mir ihre Stimme gegeben. Für dieses Vertrauen bin ich dankbar.

Das Abgeordnetenmandat ging dennoch verloren, dafür hätten wir 188 Stimmen mehr gebraucht. Wie im Land sind wir auch im Wahlkreis hinter den Erwartungen zurück geblieben und spielen künftig nur noch die „4. Geige“. Und obwohl wir mit unseren 15,0 % deutlich über dem Landesschnitt liegen und damit SPD-weit immerhin Platz 13 belegen, behalten 7 schlechtere Wahlkreise (darunter auch der des Spitzenkandidaten) trotzdem ihr SPD-Mandat, während wir leer ausgehen. So will es das Wahlgesetz mit seinen „Eigentümlichkeiten“ …

Statt nach Regierungsbeteiligung zu schielen, geht es jetzt um eine ehrliche Aufarbeitung.

Klar ist: Die Wahlergebnisse spiegeln nicht nur Ängste aufgrund der Zuwanderung vieler Flüchtlinge wider. Vielmehr manifestiert sich im Zulauf zu Rechtspopulisten eine tiefergehende und schon vor der Flüchtlingskrise wahrnehmbare Verunsicherung unserer Gesellschaft. Unzufriedenheit und Abstiegsängsten müssen wir uns wieder mehr widmen, wenn wir nicht bei der Bundestagswahl die nächste Schlappe einstecken wollen.

Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen. Bereits am 9. April werden wir auf unserem Kreisparteitag in Mauer die Chance zur Aufarbeitung nutzen. Ich bin dankbar für das Engagement im Wahlkreis, für viele Mut machende Begegnungen und gute Gespräche. Ich habe viel Zuspruch und Wertschätzung erfahren, worüber ich mich sehr gefreut habe und was mich darin bestärkt, meine Arbeit für die SPD fortzusetzen.

Lasst uns gemeinsam dazu beitragen, unser sozialdemokratisches Profil den Menschen noch deutlicher zu machen. Gerade in Zeiten politischer Verunsicherung braucht es die SPD, braucht es verlässliche Kräfte für Freiheit, Gerechtigkeit und ein solidarisches Miteinander. Davon bin ich überzeugt, dafür will ich auch in Zukunft arbeiten.

Euer

Thomas Funk

 

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