„Die beruflichen Schulen bilden eine wichtige Schnittstelle zwischen den allgemeinbildenden Schulen und der Wirtschaft."

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Hier mit Fraktionschef Claus Schmiedel und einer Schulleiterrunde

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im baden-württembergischen Landtag, Claus Schmiedel, kam in der vergangenen Woche in den Sinsheimer Räumen des Landtagsabgeordneten Thomas Funk (ebenfalls SPD) mit einer Runde von Schulleitern zusammen, um über die Situation an den beruflichen Schulen in der Region zu sprechen. Themen waren hierbei insbesondere die Versorgung mit Lehrern sowie die Einführung der Gemeinschaftsschule und deren Auswirkungen auf die Berufsschulen. Zur Kenntnis genommen wurde einerseits, dass die aktuelle Landesregierung bisher keine einzige Lehrerstelle gestrichen hat, obwohl die Schülerzahl seit ihrem Amtsantritt um 65.000 abgenommen hat. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist also kontinuierlich günstiger geworden, woraus sich nach Auffassung aller Anwesenden Möglichkeiten ergeben, bestehende Schwierigkeiten zu beheben. Darüber hinaus machte Schmiedel deutlich, dass es der grün-roten Landesregierung gelungen sei, das strukturelle Defizit an den beruflichen Schulen innerhalb von zwei Regierungsjahren auf 2,6 Prozent im Schuljahr 2012/13 zu senken. Unter der alten Landesregierung von CDU/FDP habe es noch durchgehend zwischen 4,4 und 4,6 Prozent gependelt. Auf der anderen Seite wurde aber auch schnell klar, dass eine „gerechte“ Verteilung von Lehrern auf die Regierungspräsidien einerseits, aber auch die einzelnen Schulen andrerseits, nur schwer zu erreichen sein wird.

Der Hinweis auf bürokratische Hindernisse dabei wurde dankbar aufgenommen und Schmiedel sagte zu, sich dafür einzusetzen, damit solcherlei Hemmnisse überwunden werden können.

„Die beruflichen Schulen bilden eine wichtige Schnittstelle zwischen den allgemeinbildenden Schulen und der Wirtschaft“, so der SPD-Politiker. Die SPD-Landtagsfraktion setzt sich daher für eine Weiterentwicklung der beruflichen Schulen ein. Die drei Ansätze sind hierbei: Stärkung der beruflichen Gymnasien, Aufwertung der dualen Ausbildung sowie der direkte Übergange von der Schule in eine Ausbildung. In einem Folgegespräch im Herbst dieses Jahres, das von allen Beteiligten gewünscht wurde, sollen die Diskussion und der Austausch mit den Berufsschullehrern aus Sinsheim fortgesetzt werden. Gerne könne man sich wieder in seinen Räumen treffen, so der Parlamentarier Funk. Er schlage aber vor, das nächste Mal nach Möglichkeit die Räumlichkeiten der Friedrich-Hecker, der Albert-Schweitzer- sowie der Max-Weber-Schule zu besichtigen. Sein Dank galt Claus Schmiedel für seinen Besuch und sein Interesse. Insbesondere aber auch den drei Schulleitern und deren mitgereisten Lehrern, die ihre Probleme vor Ort schilderten und aufzeigten, an welcher Stelle sie Bedarf an Unterstützung durch die Landespolitik haben.

 

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